GV des Nfs in Zermatt
- Roger

- 31. Juli
- 8 Min. Lesezeit
Die GV der Naturfotografen Schweiz fand zusammen mit einigen Mitgliedern des VTNÖ (Verein für Tier- und Naturfotografie Österreich) vom 26. bis 28. Juni 2026 in Zermatt statt.
Da sich normalerweise etwa 60–70 Mitglieder zur GV anmeldeten, war es für den Vorstand schwierig, in Zermatt ein bezahlbares Hotel zu finden. Deshalb suchten Sie in Täsch ein Hotel (waren dann 2). Zwischen Täsch und Zermatt gibt es einen Shuttlezug, welcher alle 20 min. fährt. Der Zug braucht 12 min. für die Fahrt nach Zermatt.
Mit der Eröffnung des Lötschberg-Basistunnels im Jahr 2007 dauert die Zugfahrt ca. 3 Stunden von Zürich nach Zermatt. Mit dem Auto ist man fast gleich lang unterwegs. Deshalb entschied ich mich, mit dem Zug anzureisen.
Treffpunkt und Eröffnung des GV Wochenende fand um 18.00 Uhr im Hotel statt. Ab 16.00 Uhr konnte man die Zimmer beziehen. Ich entschied mich, bereits am Morgen anzureisen, um das kleine Matterhorn zu besuchen. Dieses befindet sich auf einer Höhe von 3883 m ü. M. und wird auch Matterhorn Glacier Paradies genannt.
Da ich das Gepäck per Bahn nach Täsch geschickt habe, reiste ich nur mit dem Fotorucksack ins Wallis.
Ich bestieg am Freitagmorgen um 08:07 Uhr den Zug Richtung Brig. Dadurch musste ich in Bern oder Spiez nicht umsteigen.
Nach 2 Stunden erreichte der Zug Visp.
Der Zug nach Zermatt stand bereits am Perron. Dieser brauchte eine gute Stunde bis Zermatt.
Nun stand ich das erste mal in Zermatt.
Die Gondelstation, welche die Gäste via Schwarzsee, trockener Steg auf das klein Matterhorn führte liegt etwa 10 minuten vom Bahnhof entfernt. Zuerst fährt man in einer 8er Gondel bis nach trockener Steg.
Dort steigt man um in die höchste 3s Bahnen der Welt. Sie führt auf die höchstgelegene Bergstation in den Alpen (3883 m.ü.M). Auch ist sie eine der modernsten 3s Bahn in Europa. Die Sitze sind mit (Kunst)Leder überzogen, die Kabine Klimatisiert. Der Boden besteht aus Glas, welcher auf Knopdfruck von milchig auf Durchsichtig gewechselt werden kann.
Dadurch sieht man auch nach unten, was über dem Gletscher spannend ist. Auf der Bergstation angekommen. Betritt man einen langen Stollen, welchen die Nordseite mit der Südseite des Berges verbindet. In dem Hauptstollen gibt es 3 Nebenstollen. Der 1te führt in den Eispalast, der 2te in ein Kino, und 3te zu einem Lift, welcher auf eine Aussichtsplattform hinaufführt. Von dort hat man einen fantastischen Blick auf die Bergwelt rund um Zermatt. Auf der Südseite des Stollen gibt es ein Restaurant mit einem kleinen Shop. Dort kann man auch auf den Gletscher hinaus. Der Schnee war jedoch sehr Sulzig, weshalb auch der Skibetrieb eingestellt war.

Im Restaurant trank ich einen Espresso bevor ich mich wieder auf den Weg ins Tal begab. Unten angekommen musste ich wieder durch das Dorf bis zur Bahnstation laufen. Unterwegs gönnte ich mir noch ein Glacé.
Beim Bahnhof fuhr ich mit dem Zug bis Täsch. Beim Hotel waren schon einige Mitglieder der Naturfotografen um einzuchecken.
Wir begrüssten uns, sprachen miteinander. Als ich den Zimmerschlüssel bekam, ging ich nochmals an den Bahnhof, um meinen Koffer, den ich nach Täsch geschickt hatte, abzuholen.
Da der offizielle Begrüssungsapero erst um 18.00 Uhr stattfand, legte ich mich im Hotelzimmer noch etwas hin.
Als ich kurz vor 18.00 Uhr auf die Terrasse ging, war diese schon gut gefüllt. Ich nahm einen freien Stuhl und setzte mich zu einem Tisch dazu. Ich sass jedoch nicht lange, da ich an einem anderen Tisch Mitglieder sah, die ich schon lange nicht mehr gesehen hatte. Ich ging zu ihnen hin und begrüsste sie. Es entwickelten sich interessante Gespräche. Nach ca. 1 Stunde gab es eine kurze Ansprache des Präsidenten, mit der Aufforderung, sich ins Restaurant zu begeben für das Nachtessen. Es gab 2 Säle. Der eine war ein wenig kleiner, der andere grösser. Ich entschied mich für den kleineren, da es in diesem ruhiger ist, was sich auch bewahrheitet. Das Menü bestand aus 4 Gängen. Suppe, Salat, Hauptgang und Dessert.
Nach dem Essen war die Präsentation der Wettbewerbsbilder angesagt.
Das Niveau war wie immer sehr hoch.
Am Ende der Präsentation gab es noch einige Informationen für den nächsten Tag.
Am Samstagmorgen gab es ab 07.00 Uhr Frühstück.
Der eigentliche Treffpunkt war jedoch um 08.00 Uhr vor dem Hotel. Ich entschied mich für kurze Hosen, da der Wetterbericht auch auf 2500m 25°C angesagt hat.
Kurz nach 08.00 Uhr liefen wir los Richtung Bahnhof. Der Zug Richtung Zermatt fuhr um 08.15 Uhr los. Die Bahnfahrt dauert 12 min.
In Zermatt angekommen gab es 2 Gruppen. Die eine fuhr mit der Gornergratbahn Richtung Gornergrat.
Ich entschied mich für die 2. Gruppe. Bei dieser mussten wir an der Gornergratbahn Richtung Talstation der Sunnegg-Bahn laufen. Die Talstation lag am Ende eines ca. 100 Meter langen Stollen. Mittels Standseilbahn ging es auf den Berg hinauf. Oben angekommen, wechselten wir in eine Gondelbahn. Mit dieser ging es auf den Blauherd auf 2581 m ü. M.
Als alle oben angekommen waren, waren auch die Mitglieder des VPNÖ (österreichische Naturfotografen) dabei. Gemeinsam wanderten wir in ca. 15 min zum Stellisee. Von diesem hat man einen wunderbaren Blick auf das Matterhorn. Am Ende des Sees liegen 2 grosse Steine im Wasser. Stellt man die Kamera am richtigen Ort auf, sieht man das Matterhorn genau zwischen diesen 2 Steinen.

Nach einer Weile wanderten wir weiter Richtung Grindjesee. Diesen erreichten wir in ca. 30 min. Kurz vor dem See führt ein Wanderweg auf die andere Seite. Von dort hat man die Tannen zwischen See und Matterhorn. Auch an diesem See gibt es eigentlich genau eine Position, bei der das Matterhorn perfekt zwischen die Tannen passt. Leider führt auf der anderen Seite des Sees der Wanderweg durch. Zu allem Übel gibt es dort noch eine Grillstelle und Sitzbänke. Somit ist meistens jemand im Bild. Durch Zurufen kann man die Leute steuern, damit sie nicht auf dem Foto sind.

Da es einen grossen Felsen hat, welcher Schatten spendet, haben wir unsere Lunchpakete geplündert. Einige Herlichkeiten haben die Wärme schlecht überlebt. Hier hatten wir auch Zeit, mit unseren österreichischen Freunden zu sprechen. Was sich schnell herausstellt: Es ist eine lustige Truppe. Wir hatten viel diskutiert und gelacht.
Nach etwa 1 Stunde (vielleicht auch 2) nahmen wir den Rest des Weges unter die Wanderschuhe. Der Wanderweg führt gefühlt immer gegen das Matterhorn. Wir kamen an eine Wegverzweigung, an der wir falsch abgebogen sind. Der Weg führte wieder nach oben, und danach als Trampelpfad über Stock und Stein nach unten. Hätten wir die andere genommen, wären wir einfach geradeaus gelaufen. Wir kamen unterhalb der Station Sunnegga an einen Badesee an. Mit einer kleinen Standseilbahn konnten wir die ca. 100 Meter Höhendifferenz zwischen See und Bergrestaurant gemütlich überwinden. Wir gingen ins Restaurant, um etwas zu trinken.
Schlussendlich sassen wir fast 2 Stunden und hatten Spass. Beim Verlassen des Restaurants trafen wir noch andere Mitglieder der Naturfotografen. Gemeinsam fuhren wir mit der Standseilbahn nach Zermatt hinunter. Als sie mich fragten, ob wir noch auf einen Kaffee in ein nahegelegenes Restaurant gingen, konnte ich natürlich nicht Nein sagen. In der Gartenbeiz machten wir es uns gemütlich. Anstatt einen Kaffee, bestellte ich mir ein Coup (Glace). Auch hier gab es Diskussionen über den erlebten Tag und anderes.
Um 17.00 Uhr machten wir uns auf den Weg Richtung Bahnhof, um nach Täsch zufahren.
Die GV begann pünktlich um 18.00 Uhr, wie immer eine kurze Sache.
Nach dem Ende dieser begaben wir uns ins Restaurant für das Nachtessen. Wie am Vortag gab es wieder Suppe, Hauptgericht und ein Dessert. Als Hauptgang gab es Fisch, was ich als heikel befand, bei 80 Leuten. Da ich Fisch eigentlich nicht mag, habe ich mich dennoch beschlossen, diesen zu essen. Da der Fisch ähnlich wie ein Fischstäbchen schmeckte, habe ich ihn gegessen.
Nach dem Nachtessen gingen wir in eine Bar gegenüber des Hotels für einen Schlummertrunk und liessen den Tag ausklingen lassen.
Am Sonntagmorgen wiederholte sich der Samstagmorgen mit dem kleinen Unterschied, dass man das Gepäck aus dem Zimmer bringen musste. Im Hotel gab es jedoch einen «Gepäckraum», wo wir unsere Koffer und Taschen bis am Nachmittag einstellen konnten.
Um 08.15 Uhr fuhren wir wieder gemeinsam nach Zermatt. Dort konnte man entscheiden, ob man den anderen Ausflug oder den gleichen wie am Samstag besuchen möchte. Ich entschied mich für den anderen. Mit der Gornergratbahn fuhren wir bis zur Station Rotenboden.
Von dort führt ein Wanderweg in ca. 6min zum Riffelsee hinunter. Der Wanderweg führt im oberen Teil durch einen Alpengarten mit vielen verschiedenen Blumen. Beim Riffelsee waren wir nicht die einzigen😀. An einigen Stellen des Ufers hat es Blumen, welche den Vordergrund des Fotos auflockern. Die Asiaten sind allgegenwärtig. Da wird fotografiert, mit der Drohne geflogen, an allen Stellen «sich in Pose» gesetzt.

Als wir unsere Bilder auf die Speicherkarte gebrannt hatten, gingen wir zu einem weiteren Bergsee. Der liegt weiter unten und ist praktisch unbekannt. Auf der Karte hat er nicht mal einen Namen. In diesem See hat es ähnlich wie am Vortag beim Stelisee 1 Stein im Wasser. Auch hier kann man das Matterhorn wunderbar neben diesem positionieren. An der Spitze des Matterhorns haben sich in der Zwischenzeit Wolken gebildet. Diese lockern den wolkenlosen Himmel ein wenig auf und machen die Bilder spannend. Die österreichischen Kollegen wollten noch ein Gruppenbild vor dem Matterhorn aufnehmen. Wir positionierten uns auf den Steinen und der Präsident stellte die Kamera auf sein Stativ. Danach machten die Kollegen noch einige Bilder mit den verschiedenen Toblerone, die sie gekauft hatten.
Nach einer guten Stunde wanderten wir wieder zur Bahnstation hinauf, um mit dem Zug noch bis zur Endstation, dem Gornergrat, zu fahren.

Von dort hat man einen wundervollen Ausblick auf den Gletscher und die zahlreichen 4000m hohen Berge. Wir waren um ca. 11.00 Uhr oben. Von dem Weg neben dem Bahnsteig hat man einen fantastischen Blick auf den Gletscher. Dieser hat sich leider ziemlich stark zurückgebildet. An den Felsen kann man noch erahnen, wie gross und mächtig er einmal war.
Wenn man weiter nach oben läuft, gibt es ein Gebäude mit Restaurant, und Verkaufsladen mit allerlei Souvenirartikeln. Weiter kann man noch auf eine Aussichtsplattform hochlaufen.
Ich war nicht oben, jedoch hat man wahrscheinlich einen noch besseren Rundumblick. War es bei der Ankunft auf dem Gornergrat noch fast wolkenlos, haben sich inzwischen die Wolken verdichtet und man konnte bereits sehen, wie es zu regnen begann. Es war nur eine Frage der Zeit, bis der Regen auch bei uns war. Da der Abschiedsapéro um 14.00 Uhr beim Hotel in Täsch war, beschloss ich, mit der Bahn wieder nach Zermatt zu fahren.
Von der Höhe gezeichnet, war es im Bahnabteil ziemlich ruhig, die meisten Passagiere schliefen. Nach rund 50min war der Zug in Zermatt angekommen. Ich ging noch in den Coop, um mir ein Sandwich und etwas zum Trinken zu kaufen. In Zermatt hat es auch angefangen, leicht zu regnen. Auf dem Bahnsteig traf ich wieder einige Mitglieder des Vtnö und Nfs. Gemeinsam fuhren wir nach Täsch hinunter.
Im Hotel angekommen, ging ich zuerst zu meinem Koffer, um diesen bei der Bahnstation wieder abzugeben, wo er nach Zürich geschickt wird.
Auf der Terrasse des Hotels waren schon einige Mitglieder anwesend, um bei einem Getränk oder Glace das Wochenende ausklingen zu lassen. Während des gemütlichen Zusammensitzens checkte ich die SBB-App, um zu schauen, um welche Zeit mein Zug fährt. Dort stand, dass der Zug zwischen Täsch und Visp wegen eines Naturereignisses nicht fährt, bzw. nur bis Grächen und dort wird ein Bus-Ersatz organisiert. Diese «News» machte schnell die Runde.
«Wie kommen wir nun nach Hause?» wurde von da an diskutiert. Die meisten meinten, dass wir Noch eine Weile sitzenbleiben sollen, da zuerst der Ersatzbusbetrieb organisiert werden muss.
Irgendwann entschloss ich mich trotzdem zu gehen, da ich dachte: Je länger wir warten, desto mehr Leute warten auf die Ersatzbusse. Ich verabschiedete mich von den anderen und machte mich auf zum Bahnhof. Ein Kollege kam mit. Der Zug fuhr pünktlich los Richtung Visp. In Grächen endete der Zug. Von da an mussten wir mit dem Bus weiter. Je länger wir warteten, desto länger wurde die Schlange.
Nach ca. 30 min konnten wir den Bus Richtung Visp besteigen. 20 Minuten später sind wir beim Bahnhof Visp angekommen. 10 min. später fuhr der Zug nach Zürich, den ich ursprünglich auch nehmen wollte.
Das GV-Wochenende war wiedermal ein gelungener Anlass. Bestehende Freundschaften wurden gepflegt und neue geschlossen.




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